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Montag, 17. September 2012

Rezension: Zombie Mutants


Im hintersten Winkel meiner Lieblingsvideothek entdecke ich oft so manche kleine Perle des Horrorfilms (nein, die Art von Filmen steht in einem Extraraum;)).

Zombie Mutants gehört leider nicht dazu.

Quelle: nightmare-horrormovies.de (http://goo.gl/5WgFJ)

Dabei beginnt er recht vielversprechend: Es ist mal wieder etwas schief gelaufen, irgendwer ist korrupt und skrupellos, jemand muss "aufräumen". Edel gestaltete Credits wechseln sich dabei mit Appetithäppchen der Story ab.

Ich greife kurz vor: Mutanten bekommt man, Zombies für meine Begriffe nicht - weder Romero-, noch 28-, noch Haitii-Voodoo-Zombies. Und siehe da, im Original ist der Streifen tatsächlich auch nur "Mutants" betitelt.




Diesen Mutanten wurde ihre Vorliebe für Süßes zum Verhängnis. Ein zwielichtiger Konzern stellt nämlich Zucker her, "der süchtiger macht als Kokain und Koffein zusammen" - Nebenwirkungen inklusive.
Diese "Nebenwirkungen" soll nun Michael Ironside, alias Colonel Gauge, mit Waffengewalt aus der Welt räumen. Ironside, einst harter Hund wie in Starship Troopers, wirkt dabei leider wie eine Karikatur - als habe man Jack Nicholsons Kopf auf Obelix´ Körper montiert.
Natürlich hat Ironside schon einige Jahre mehr auf den Rippen als in V - die außerirdischen Besucher kommen oder meinetwegen in Free Willy. Die Proportionen des Wals hat er zwar auch noch nicht erreicht, aber als vermeintlicher Elitekämpfer hüpft er ungefähr so behände wie ein Behemoth durchs Bild. Glaubwürdigkeit? Fehlanzeige!
Aber es kommt noch dicker: Sein ehemaliger Ausbilder, Colonel Briggs, hat in etwa die Statur von ProSiebens XXL-Esser Jumbo Schreiner. Der Showdown zwischen beiden fällt dann auch eher unfreiwillig komisch aus: ein bisschen wie Indys Duell mit dem Schwertkämpfer - bloß in schlecht.

Ich erwarte keine "runden" Charaktere in Horror-B-Movies, die dürfen ruhig eindimensional sein. Aber sie sollten zumindest in sich stimmig bleiben. Kampfschweine, die wie Schreibtischtäter wirken...?

Dazu sagen die Darsteller zum Teil wirklich abstruse Zeilen auf. Grottigster Dialogfetzen:

"Du bist wahnsinnig geworden!"
"Nein, ich... bin der Sohn meines Vaters!"

Muss man wirklich nicht gesehen haben, um es zu glauben.

Ein Sternchen vergebe ich aber für den Song in der Schlusssequenz. Leider wird er im Abspann nicht erwähnt, deshalb kenne ich weder Titel noch Interpret.

Wer sich den Film trotzdem antun möchte: Hier gibt es ihn bei Amazon. Du wurdest gewarnt ;).