... enter comBATmode ...: Die Geschichte der Grimm-Bärchies - Teil 2

Mittwoch, 12. September 2012

Die Geschichte der Grimm-Bärchies - Teil 2

Weiter geht es mit dem Hintergrundbericht, wie aus den friedlichen Eis-Bärchis die finsteren Grimm-Bärchis wurden (zu Teil 1).


Yogi-Bärchi war so etwas wie der Medizinmann der Eis-Bärchis. Er konnte fast jedes Leiden durch traditionell indische oder altchinesische Heilmethoden  kurieren. Dabei war er die Ruhe selbst, denn er meditierte mehrmals täglich, um den "transzendalen Zustand", wie er es nannte, zu erreichen. Seine Hose und Mütze wiesen ein leichtes Batikmuster auf, und hinter ein Ohr hatte er gelegentlich ein frisches Blümchen geklemmt.
Als nun der unglückliche Faul-Bärchi (s. Teil 1) eines Tages in die Sprechstunde kam, verschrieb Yogi-Bärchi ihm dreimal täglich einen Einlauf mit einer geheimen Kräutermischung, sowie eigens angefertigte Kräuterzigaretten nach Bedarf. Der durchschlagende Erfolg dieser Behandlung ist bekannt und wurde von Massage-Bärchi in Fauls Krankenakte vermerkt.

Massage-Bärchi hatte diverse Fortbildungen zum Fleischklopfer, Kopfkneter oder etwa Wanstwalger absolviert. Er war nicht nur Yogi-Bärchis Geschäftspartner, sondern auch dessen bester Freund. Sie wären gemeinsam durch dick und dünn gegangen, bloß dick wurden beide ihren Lebtag lang nicht. Immer dabei war auch Massage-Bärchis Handtuch, welches er geschickt für die unterschiedlichsten Zwecke einzusetzen wusste.
Sehr selten verirrte sich ein Fremder ins Land der Eisbärchis. Massage-Bärchi knetete diesem dann kostenlos die Füße, da er wusste, wie lang und beschwerlich sein Weg gewesen sein musste. In ausgelassener Runde erzählte er auch gern die Geschichte von jenem Verirrten, der ihn einst nach einer "speziellen Massage" fragte. Verschmitzt lachend hatte er da geantwortet: "So ein Bärchi bin ich nicht!" In einsamen Nächten zweifelte er jedoch an dieser Aussage und bereute sie - ganz besonders, wenn seine Gedanken wieder einmal zu Fitness-Bärchi abschweiften.


Fitness-Bärchi glich mit seinem Prachtleib einem Gladiator der Neuzeit und war gern gesehener Stammgast auf Massage-Bärchis Liege.
Geistig nicht gerade eine Leuchte, machte ihm dagegen im Armdrücken niemand so leicht etwas vor. Fitness-Bärchi hatte die Angewohnheit, seinen Oberkörper komplett zu rasieren, damit seine Muskeln besser zur Geltung kamen. Da seine Haut jedoch von Natur aus extrem lichtempfindlich war, wurde er in der Sonne nie der Braunbär, der er gern gewesen wäre. Er kaschierte dies, indem er großzügig Selbstbräuner auftrug. Seine Hosen kaufte er in XXS, damit sich auch ja haarscharf alles durch sie abzeichnete. Er ernährte sich ausschließlich von fettarmem Fisch und Fleisch, sowie rohen Eiern - all diese Dinge bekam er im Lädchen um die Ecke, beim freundlichen Metzger-Bärchi.


Fitness-Bärchi in Wettkampfform

Mit Metzger-Bärchi und Teil 3 geht es bald weiter.



.... ..-- .--. ..-. . -.   .... .. . .-.   ..- -. -..   -.. --- .-. -   ..- -. -..   ..-- -... . .-. .- .-.. .-..