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Freitag, 11. November 2011

Aus dem Tagebuch eines größenwahnsinnigen Dichters

Oh weh, wie hab ich oft gelitten,
Wenn Pöten von mir Scheiben schnitten
Doch wars mir stets die Schmerzen wert,
Weil Schmaus von mir sie schreiben lehrt´

Als Lehrer war ich hoch geachtet
Beliebt, bewundert und benachtet
Zwar körperlich bloß klein und krötig
So wurd´ ich doch der Pöten Pötig!


Quelle: Free Clipart, genaue Quelle unbekannt


Napoli bol Ognese (15.08.1769 - 05.05.1821)
war Franzose mit italienischen Wurzeln, hinterließ aber zahlreiche
Schriften, die er auf Deutsch verfasste hatte.
Zeitlebens litt er unter seiner geringen Körpergröße von 1,42m
und seiner entstellten rechten Hand. Diese als Makel empfundenen Eigenschaften trieben bol Ognese dazu, große Reden zu schwingen, um sich bei seinen Mitmenschen
Respekt zu verschaffen.
Renommierte Psychologen sind überzeugt, in den Aufzeichnungen
des bol Ognese Anzeichen auf eine fortgeschrittene Geisteskrankheit
zu entdecken. In obigem Gedicht gelten besonders die Wörter
"benachtet" (= umnachtet) und "Pötig" (= Herrscher der Poeten)
als schwerwiegende Indizien.
Napoli bol Ogneses Einfluss auf die Lyrik der damaligen Zeit ist unbestritten
- unklar ist jedoch, ob dieser Einfluss als positiv oder negativ zu werten ist.
Tatsache ist, dass ihn selbst heute noch Dichter aller Länder als
Inspirationsquelle nennen.

Battle Rear Solid, 11.11.2011